Grossglockner 3798m - Pallavicini Rinne - Nordwand

Gelände: Glocknergruppe
Ausgangspunkt: Franz-Josefs-Höhe - Parkgarage
Höhenmeter: ca. 600m Wandhöhe
Gehzeit: ca 3-4 Stunden über das Glocknerkees zum Biwak, von dort ca 30 Minuten zum Einstieg, ca 3 - 5 Stunden durch die Wand je nach Verhältnissen, vom Ausstieg noch mal ca 10 Minuten zum Gipfel
Schwierigkeit: sehr schwer
Kletterei: Eis und Firn bis ca 55° und Fels bis III
Autor: Brugger P.


tl_files/aw/images/anfahrt.png Anfahrt und Zustieg:  Über die Glockner Hochalpenstrasse (MAUT 28,- Euro) bis zur Franz-Josefs-Höhe, dort im kostenlosen Parkhaus parken.
Kann als Tagestour oder als 2-Tagestour gemacht werden, das Glocknerbiwak bietet Platz für 8 Personen, es ist empfehlenswert ein Fernglas mitzunehmen, die Schachtel ist vom Parkhaus gut einsehbar.
Man beginnt mit dem Abstieg auf die Pasterze, diese quert mann bis kurz vor dem kleinen Burgstall. Von hier steigt man nach rechts querend über die flacheren Hänge über das Glocknerkees in Richtung Biwakschachtel. Als Tagestour verlässt man kurz unterhalb des Biwaks den Weg und steigt auf das grosse Plateau oberhalb der Eisbrüche auf, von hier gehts ca 100 HM abwärts bis zum Einstieg auf ca 3150m.

tl_files/aw/images/aufstieg.png Route: Am grossen Lawinenkegel hoch bis zur Randspalte (Achtung kann ziemlich gross werden), von hier gehts mit ca 50° durch das Kanonenrohr, eine kurze Engstelle  in der sich der gesamte Eis und Steinschlag sammelt, am besten am rechten Rand über kurze felsige Passage ausweichen. Nun gerade hoch bis unter die Begrenzungsfelsen der rechten Seite, hier wechselt man auf die linke Seite der Eisschlagrinne. Nun quert man den riesigen Mittelteil der Rinne bis man in den schmalen und etwas steileren Endteil gelangt. Hier ca 80hm über meist Blankeis bis zum Felsteil. In den 2 Felslängen gibt es 4 Bohrhaken die bei geringer Schneelage ein gutes Gefühl geben, wenn man sie findet. Geklettert wird an der rechten Seite  der Rinne, die Schwierigkeiten übersteigen den III Grat nicht, man sollte aber genau prüfen, welchem Stein man sein Gewicht anvertraut. Bei Sonneneinstrahlung extrem nass.Ausstieg auf die Glocknerscharte event. kurz senkrecht.
Von der Scharte über kurze Kletterstelle in wenigen Minuten bis zum Gipfel.


tl_files/aw/images/abstieg.png Abstieg: Der Abstieg erfolgt über den Normalweg (Glocknerscharte - Kleinglockner - Glocknerleitl) bis zur Adlersruhe  und von hier über das Hoffmannskess zurück zur Pasterze. Im Frühjahr empfiehlt es sich die Schi mitzunehmen, man kann bis auf die Pasterze abfahren! Nach der Querung der Pasterze folgt noch der 300hm gegenanstieg zurück zum Parkhaus (eine Qual!).


tl_files/aw/images/sonne.png Beste Zeit: April, Mai, Juni

tl_files/aw/images/material.png Material: kompl. Eisausrüstung, Seil,  Helm  und Krimskrams

tl_files/aw/images/fazit.png Fazit: Top Klassiker in der Glocknergruppe mit langem Zustieg, unbedingt vor 6 Uhr einsteigen, ansonsten ist EXTREMER STEIN- und EISSCHLAG obligatorisch!!!

Bilder vom 06.06.2010

Glockner Pallavicini 01
Glockner Pallavicini 02
Glockner Pallavicini 03
Glockner Pallavicini 04
Glockner Pallavicini 05
Glockner Pallavicini 06

Wie findest du diese Tourenbeschreibung?

>Bewertung: 3.4, 63 Stimmen

Wichtiger Hinweis

Alpin-Welt.at gibt keine Garantie auf Richtigkeit und Vollständigkeit der hier kostenlos angebotenen Informationen und Tourenberichte.
Das verwenden der Informationen geschieht auf eigene Gefahr, Alpin-Welt.at kann für Schäden nicht haftbar gemacht werden.