Hochfernerspitze 3467m über Grießferner Nordwand
Gelände: Zillertaler Alpen
Ausgangspunkt: Italien - Pfitschertal - Große Kehre 1750m Parkplatz Hochfeilerhütte
Höhenmeter: 450hm Zustieg - 950hm Wandhöhe
Gehzeit: ca. 2 Stunden bis zum Biwak 2429m / ca. 25 Minuten bis zum Einstieg 2600m / ca. 4 bis 6 Stunden bis zum Gipfel / sehr langer Abstieg! ohne Schi ca 3 bis 4 Stunden
Schwierigkeit: sehr schwer
Kletterei: Eis und Firn von 50° bis 90°
Autor: Brugger P.
Anfahrt und Zustieg: Inntalautobahn über den Brennerpass, anschliessend nach Sterzing und von dort ins Pfitschertal (Val di Vizze), durch St. Jakob bis in den Talgrund in Richtung Pfitscher Joch. An einer der großen Kehren parken.
Dem Wanderweg bis in den Talgrund folgen, vorbei an der Hochferner Nordwand und über die grosse Moräne zum Günther Messner Biwak (max. 10 Schlafplätze). Von der Biwakschachtel weiter in den Talgrund bis man rechts die Ausläufer des Grießferners sehen kann.
Route: Erst über eine lange Wand auf das erste Gletscherbecken, hier kann zwischen senkrechten Wänden (links haltend) und flacheren Firnpassagen (rechts haltend) gewählt werden. Das Becken läuft nun auf eine Engstelle zusammen und kann nicht umgangen werden, hier müssen teils 5-6 Meter hohe senkrechte Spalten die sich über die ganze Wandbreite ziehen durchklettert werden (erst runter dann rauf). Hat man das Spaltenlabyrinth im Mittelteil der Wand hinter sich, steigt man über einen langen Firnhang zu einer kleinen Steilstufe auf. Anschliessend erreicht man das grosse Gletscherplateu unter dem Gipfelhang.
Im Frühjahr direkt über das Becken (meist auf der rechten Seite) und durch eine der Firnrinnen zum Gipfel aufsteigen!
Im Herbst bei geringer Schneelage und grossen Spalten im Becken besser auf der linken Seite aufsteigen und über einen ca 50° steilen Firnhang auf den Grat des Hochferners aussteigen und in wenigen Minuten bis zum Gipfel.
Abstieg: Vom Gipfel auf den scharfen Grat in Richtung Hochfeiler absteigen bis zu einem markanten Felszacken, hier über die steile Flanke in das Gletscherbecken des Weißkarferner absteigen.
- Bei guter Schneelage nun über den Weißkarferner abfahren (Vorsicht Spalten) bis man den Normalweg zur Hochfeilerhütte kreuzt.
- Im Sommer das Gletscherbecken des Weißkarferner zum Hochfeiler queren und auf den Grat zum Normalweg aufsteigen und ab hier den Normalweg absteigen.
Beste Zeit: Frühjahr (Achtung Lawinengefahr), Herbst viel Blankeis und deutlich schwerer
Material: Helm, kompl. Eisausrüstung
Fazit: Lange Eistour mit teilweise senkrechten Spalten die nicht umgangen werden können. Sportliche Eiskletterei im grandiosen Spaltengewirr.
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