Hochfernerspitze 3467m über Hochferner Nordwand
Gelände: Zillertaler Alpen
Ausgangspunkt: Italien - Pfitschertal - Große Kehre Parkplatz Hochfeilerhütte
Höhenmeter: 450hm Zustieg - 1000hm Wandhöhe
Gehzeit: ca. 2 Stunden bis zum Einstieg / ca. 2,5 bis 4,5 Stunden bis zum Gipfel / sehr langer Abstieg! ohne Schi ca 4 Stunden
Schwierigkeit: schwer
Kletterei: Eis und Firn je nach Variante von 50° bis 80°
Autor: Brugger P.
Anfahrt und Zustieg: Inntalautobahn über den Brennerpass, anschliessend nach Sterzing und von dort ins Pfitschertal (Val di Vizze), durch St. Jakob bis in den Talgrund in Richtung Pfitscher Joch. An einer der großen Kehren parken.
Auf dem Weg in Richtung Messner Biwak das auch als Stützpunkt verwendet werden kann bis zu den Moränen des Hochferners, hier den Weg verlassen und über wegloses Gelände auf den Gletscher bis zum Einstieg auf ca 2300m.
Route: Einstieg in der linken Hälfte der ersten Steilstufe mit ca 55°, anschliessend folgt ein flacher, langer Rücken mit kleineren Steilstufen durchsetzt bis unter den mächtigen Gletscherbruch, hier gibt es mehrere Varianten.
Variante1 - Vanisausstieg, vor dem Gletscherbruch nach links queren und im felsdurchsetzten Gelände in kombinierter Kletterei direkt auf den Gipfel.
Variante2 - Direkt durch den Gletscherbruch, meist die besten Verhältnisse aufgrund des Eises, hier kann man zwischen 60° bis 80° Varianten klettern.
Variante3 - Rinne rechts neben dem Eisbruch, einfachere Variante die am den Steilstufen vorbeizieht.
Abstieg: Vom Gipfel auf den scharfen Grat in Richtung Hochfeiler absteigen bis zu einem markanten Felszacken, hier über die steile Flanke in das Gletscherbecken des Weißkarferner absteigen.
- Bei guter Schneelage nun über den Weißkarferner abfahren (Vorsicht Spalten) bis man den Normalweg zur Hochfeilerhütte kreuzt.
- Im Sommer das Gletscherbecken des Weißkarferner zum Hochfeiler queren und auf den Grat zum Normalweg aufsteigen und ab hier den Normalweg absteigen.
Beste Zeit: Frühjar (Achtung Lawinengefahr), kann auch im Sommer gemacht werden (Blankeis)
Material: Helm, kompl. Eisausrüstung
Fazit: Lange Eistour mit interessanten Passagen, zwischendurch flacheres Gelände zum rasten. Für den langen Abstieg sind Figl (Kurzschi für Bergschuhe) empfehlenswert. Sehr langer Abstieg!
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