Ortler 3905m - Nordwand
Gelände: Ortleralpen
Ausgangspunkt: Italien - Sulden - Parkplatz Langensteinlift
Höhenmeter: 700hm Zustieg - 1200hm Wandhöhe
Gehzeit: 1,5 Stunden bis zur Tabarettahütte, von dort in 30min auf markiertem Weg! zum Einstieg . In 4 bis 6 Stunden durch die Wand. Mühsamer und langer Abstieg über Normalweg. ca 5 Stunden bis zum Auto
Schwierigkeit: sehr schwer
Kletterei: Eis und Firn je nach Variante von 50° bis 80°
Autor: Klausner Ch.
Anfahrt und Zustieg: Über den Reschenpass ins Vinschgau, bei Spondinig
Richtung Stipfserjoch und bei Gomagoi Richtung Sulden
abbiegen.
Vom Parkplatz Langensteinlift Weg Nr. 4 zur Tabarettahütte
Route: Einstieg auf ca 2700 an den linken Begrenzungsfelsen. Zum Aufwärmen in angenehmer Steilheit bis zur ersten Engstelle (rechts unter den Felsen letzter guter Rastplatz).Von nun immer steiler einen schier endlosen Firnhang bis zur zweiten Engstelle der „Gurgel“ hinauf (bei Ausaperung heikel).Je nach Lust und Laune über oder zwischen den 3 Eiswülsten hinauf. Gerade empor auf die Firnschneide des Marltgates oder leicht rechts haltend direkt auf den oberen Ortlerferner. Die Wand legt sich zurück und die Waden brennen auch nicht mehr so, der Gipfel ist in wenigen Minuten erreicht.
Abstieg: Vom Gipfel westwärts in einer weiten Rechtschleife an den Eisabbrüchen vorbei und über den teils steilen Gletscher hinunter zum Ortlerbiwak. Im Wechselspiel Auf und Ab bzw. Eis und Fels (bis II) zur Julius v. Payer Hütte. Ab hier unschwierig auf dem Wanderweg ins Tal. Der „Normalweg“ darf keinesfalls unterschätzt werden. Bei Nebel oder fehlender Spur sehr schwieriger und gefährlicher Abstieg. GPS von Vorteil! Evtl über Hintergrat absteigen (auch nicht ganz ohne).
Beste Zeit: Frühjahr bzw Herbst (Wirtsleute der Tabarettahütte geben TOP-Auskunft)
Stützpunkt: Tabarettahütte 2556m
Material: kompl. Eisausrüstung, Seil, Helm und Krimskrams
Fazit: Wird als längster Eisanstieg in den Ostalpen gehandelt. Imposante Eiswand in anhaltend steilem Gelände. Ausgezeichnete Kondition und Motivation für eine lange und anstrengende Tour sollten die Voraussetzung bilden. Dann aber bietet dieser Klassiker herrliche Ein und Tiefblicke und lässt den Tag zum Erlebnis werden.
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